Publikationen zur Ausstellung

Parallel zu der Ausstellung sind drei Begleitbände erschienen:


Chili, Teufelsdreck und Safran - Zur Kulturgeschichte der Gewürze

Ein Begleitband zur Ausstellung mit Aufsätzen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zu Gewürzthemen und einem großen Katalogteil.
Mit Beiträgen von Franz-Christian Czygan, Karen Ermete, Gernot Katzer, Hansjörg Küster, Bernhard Schnell, Günther E. Thüry, Elisabeth Vaupel, Christine Vögeli-Pakkala und Julian Wiethold. Direkt bestellen.

Erhältlich zum Museumspreis von 23,90 Euro, Buchhandelspreis: 34,90 Euro


picantissimo - Das Gewürzhandbuch

Das Gewürzhandbuch picantissimo von Gernot Katzer und Jonas Fansa enthält etwa 100 komplett neu verfasste Gewürzartikel und 240 Pflanzen- und Gewürzphotographien. Die Pflanzen werden darin botanisch, chemisch, ethnologisch und historisch beleuchtet und insbesondere in ihren regionalkulinarischen Zusammenhängen dargestellt. Direkt bestellen.

Preis: 24,90 Euro.


Eine Prise Geschmackssinn, eine Messerspitze Mut und ein Hauch von Spürsinn.

Ein Gewürzkrimi für große und kleine Lesefreunde – mehr sei noch nicht verraten. Direkt bestellen.

Preis 5,90 €


Literaturliste

Focus: Geschichte

Andrew Dalby: Dangerous Tastes: The Story of Spices
(University of California Press, USA 2001).
Trotz seiner Kürze ist Dalby’s Buch eine Fundgrube für Fakten über Geschichte und Handel von Gewürzen seit der Antike. Ein exzellenter Einstieg.

Jack Turner: Spice: The History of a Temptation
(Alfred A. Knopf, New York 2004).
Eine sehr ausführliche, mit vielen Quellenangaben versehene Darstellung von Gewürzhandel und Gewürzverwendung aus der Perspektive Europas (seit der Spätantike). Der Autor versucht, die mittelalterliche Vorliebe für Gewürze mit zeitgenössischen kulturellen Strömungen, insbesondere Religiosität, zu erklären.

K.T. Achaya:
Indian Food: A Historical Companion
(Oxford University Press, New Delhi 1994).
Ein Überblick über die Entwicklung der indischen Küche von der Harappa-Zeit bis heute. Die Kontinuität autochthoner Küche wird dabei stark betont, oft mit einem Hang zum Nationalismus. Das Buch ist f¨ur indische Leser geschrieben und ohne eine grobe Kenntnis indischer Geschichte und Terminologie nicht immer gut verständlich.
Dasselbe Material wird in A Historical Dictionary of Indian Food (Oxford
University Press, New Delhi 1998) lexikalisch präsentiert.


Charlotte Beck u. a. (Hrsg.): PfefferLand
(Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2002).
Eine Sammlung von Essays über Gewürze aus historischer oder ethnologischer Perspektive.

Elisabeth Vaupel: Gewürze – Acht kulturhistorische Porträts
(Deutsches Museum, 2002).
Acht Essays über je ein tropisches Gewürz, mit vielen Abbildungen von Pflanzen, Gemälden und historischen Exponaten.

Manuela Mahn: Gewürze
(Reclam, Stuttgart 2001).
Mahn beschreibt detailliert die Geschichte der Gewürze und des Gewürzhandels von der europäischen Antike bis ins 20. Jahrhundert.

Hansjörg Küster: Kleine Kulturgeschichte der Gewürze
(C. H. Beck, München 2003).
Ein populäres Lexikon mit zugleich historischem wie botanischem und kulinarischem Fokus. Es werden in Deutschland heimische Kräuter und traditionelle Importgewüurze beschrieben. Auch Küster ist ein möglicher Mitarbeiter für das Projekt.

Jean-Christian Spahni, Maximilian Bruggmann: Die Gewürzstrasse
(Silva Verlag, Zürich 1992).
Eine gut illustrierte historische Betrachtung der Gewürz- Handelswege zwischen Ostasien und Europa.

Roland Gööck: Das Buch der Gewürze
(Mosaik Verlag, München 1977).
Das lexikonartig aufgebaute Werk beschreibt in Stichworten Herkunft, Verwendung und Geschichte der einzelnen Gewürze. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der europäischen Neuzeit, besonders auf deutschem Boden. Große Sammlung von Detailinformation, oft an der Grenze zur Anekdote.

 


Kochen

Tom Stobart: Herbs, Spices and Flavourings
(Grub Street, London 1998).
Ein Standardwerk über die Verwendung von Gewürzen und anderen Geschmacksmitteln. Das Buch ist lexikalisch organisiert und behandelt vor allem Küchen, die der Autor aus eigener Erfahrung kennt (Mittelmeer, Asien).

Stobart’s große The Cook’s Encyclopedia: Ingredients and Processes
(Grub Street, London 1998) behandelt in sehr breitem Maßstab Zutaten, die bestimmten Küchen ihr besonderes Gepräge geben. Die Schwerpunkte liegen sowohl auf der reinenWarenkunde als auch auf der kulinarischen Anwendung.
Stobart hat einen ausgeprägten Hang zu Authentizität und stellt explizit nur traditionelle Rezepte vor.

Peter Barham: Die letzten Geheimnisse der Kochkunst
(Springer, Berlin Heidelberg 2004).
Eine sehr verständliche, wissenschaftlich fundierte Beschreibung des Kochprozesses. Barham beschreibt nicht nur das Was, sondern auch das Warum erfolgreicher Rezepte. Gew¨urze spielen in diesem Werk allerdings eine untergeordnete Rolle.

Elisabeth Lambert Ortiz: Gewürze, Kräuter und Essenzen
(Christian Verlag, München 1993);
englisches Original The Encyclopedia of Herbs, Spices, and Flavourings (Dorling Kindersley, London 1992). Populäre aber sehr ausführliche Darstellung der Verwendung von Kräutern und Gewürzen in der Küche.
Enthält ein ausführliches Kapitel über ethnische Kochstile.

 


Kochbücher

Andrew Dalby, Sally Grainger: The Classical Cookbook
(British Museum Press, London 2000).
Eine Besprechung griechischer und römischer antiker Küche, mit detailierter Diskussion, originalen Quellen und modern adaptierten Rezepten.

Julie Sahni: Das große indische Kochbuch und Das große vegetarische indische Kochbuch
(Heyne).
Umfangreiche Rezeptsammlungen mit sehr ausführlichem Einführungsteil, der Zutaten und Methoden beschreibt.

Diana Kennedy: From My Mexican Kitchen: Techniques and Ingredients
(Clarkson Potter, New York 2003).
Eine sehr fundierte, von persönlicher Erfahrung geprägte Darstellung mexikanischer Küche.

Copeland Marks: The Indonesian Kitchen
(Macmillan, New York 1984)
und
The Exotic Kitchens of Indonesia: Recipes from the Outer Islands
(M. Evans and Company, New York 1993).
Zwei sehr authentische indonesische Kochbücher, die Rezepte aus verschiedenen indonesischen Regionen beinhalten.

Fuchsia Dunlop: Land of Plenty
(W. W. Norton, New York 2003).
Ein ausgezeichnetes hochgradig authentisches chinesischen Kochbuch mit umfangreichem Einführungsteil. Allerdings konzentriert sich die Autorin ganz auf die Sichuan-Küche.

Tess Mallos: The Complete Mediterranean Cookbook
(Charles E. Tuttle Company, Japan/USA 1996).
Sehr gutes Kochbuch des Mittelmeerraumes.

Tess Mallos: The Complete Middle East Cookbook
(Charles E. Tuttle Company, Japan/USA 1993).
Eine fundierte Darstellung der orientalischen Kochstile von Griechenland bis Pakistan.

Charmaine Solomon: The Complete Asian Cookbook
(Charles E. Tuttle Company, Japan/USA 1993).
Eine Darstellung der Küchen Indiens, Südostasiens und Chinas.

Phoebe Ndam: Kochen in Afrika
(Mandelbaum, Wien 2000).
Ein panafrikanisches Kochbuch von Marokko bis Südafrika.

Kitty Morse: Das marokkanische Kochbuch
(Christian Verlag, München 2002).
Authentische und atmosphärisch präsentierte Rezepte aus Marokko.

 


Botanik, Pharmazie, Chemie

Irene Dalichow : Die Gewürzapotheke

Gewürze gehörten früher zum Kostbarsten und Teuersten, das die Menschen kannten. Heute stehen sie für wenig Geld jedem zur Verfügung. Sie machen in der Küche, dass alles nach "mehr" schmeckt. Im gesundheitlichen Bereich helfen sie, dass der Körper aus eigener Kraft und ohne Nebenwirkungen wieder in Balance kommt. Und der Seele geben sie ungeahnte Unterstützung. In diesem Buch werden zum ersten Mal alle für den Laien interessanten und nützlichen Informationen zusammengestellt - 25 bekannte Gewürze und ihre erstaunlichen Wirkungen.

PROSEA Handbook: Plant Resources of South East Asia (Backhuys Publishers, Leiden). Die PROSEA-Reihe stellt ihrer Intention nach alle Nutzpflanzen Südostasiens nach modernen wissenschaftlichen Kriterien dar. Zu jeder Pflanze findet man einen wenige Seiten langen Review, der kompakt Botanik und Verwendung beschreibt, je nach Sachgebiet auch Geschichte, Chemie und Technologie; zu jeder Pflanze ist auch ein Bibliographie mit Artikeln über aktuelle Forschungsergebnisse angegeben.

Die Reihe ist thematisch sortiert (z.B. Nutzhölzer, Gemüse, Heilpflanzen); Band 13 beschäftigt sich mit Gewürzen. Da jede Pflanze in nur einen Band Aufnahme findet, sind viele Gewürze über die übrigen Bände verteilt.
PROSEA-Bände müssen direkt beim Verlag bestellt werden.

Jean Andrews: Peppers – The Domesticated Capsicums
(University of Texas Press, USA 1984).
Das Standardwerk über Chilies. Der Fokus ist sowohl botanisch als auch historisch. Man findet zahllose Referenzen zu originalen Papers über Chemie, Botanik und Ethnobotanik.

Eberhard Teuscher: Gewürzdrogen
(Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2003).
Eine ausgezeichnete, aktuelle Darstellung vor allem der pharmazeutischen und lebensmitteltechnischen Aspekte von Gewürzen: Inhaltsstoffe, Gewinnung, Handelssorten, Qualitätskontrolle. Bei der kulinarischen Verwendung zeigt das Werk allerdings Schwächen.

Ian Hemphill: The Spice and Herb Bible: A Cook’s Guide
(R. Rose, USA 2001).
Dieses Buch wendet sich an interessierte Köche und behandelt die in der populären Gewürzliteratur üblichen Topoi mit überdurchschnittlicher Genauigkeit und Sorgfalt. Besonders die warenkundlichen Angaben sind hervorragend (wenngleich sie sich auf den australischen Markt beziehen).

Ernest Small: Culinary Herbs
(NRC Research Press, Canada 1997).
Das Buch ist landwirtschaftlich orientiert und behandelt in gemäßigten Klimaten wachsende kulinarisch nutzbare Pflanzen. Neben Angaben zur Kultivierung findet man auch solche zu Inhaltsstoffen und Nutzung (häufig auch traditionelle Nutzung bei nordamerikanischen Indianern).

David DeWitt, Paul Bosland: Peppers of the World: An Identification Guide
(Ten Speed Press, USA 1997). Ein Bilderbuch, daß die fünf kultivierten Chili-Arten mit knappen aber sehr präzisen Texten und exzellenten Farbphotos vorstellt.